VE-5 Jan Ovelgönne

Liebe GRÜNE in NRW,

die kommende Legislaturperiode wird entscheidend für die Zukunft Europas.

Wir müssen Zweierlei: Wir müssen das Staatenbündnis gerade wegen der Europaskepsis und Separationstendenzen wieder enger zusammenführen. Dafür müssen wir der EU die positive Erzählung zurückgeben, die sie zum Friedensnobelpreis 2012 geführt hat. Das schaffen wir nur dann, wenn wir gemeinsame Ideen, Visionen und Ziele für ein friedliches und kooperatives Europa haben, die allen Menschen in der EU dienen.

Und wir müssen Europa im Angesicht des Klimawandels endlich nachhaltig machen.

Dies ist meine Vision für ein GRÜNES Europa:

In „meinem“ Europa nehmen wir den Klimaschutz wirklich ernst. Wir verabschieden uns zügig von fossilen Energieträgern, bauen auf dezentrale Versorgungsstrukturen aus regenerativen Energien und deren intelligente Vernetzung.

In „meinem“ Europa wird die Ökonomie nicht mehr allein am Umsatz sondern auch an ihrem Einfluss auf das Gemeinwohl gemessen. Konkret bedeutet das: Ausweitung der EU CSR-Berichtspflicht auch für kleine und mittlere Unternehmen und absehbar auch daraus abzuleitende Rechtsfolgen.

In „meinem“ Europa leben wir auch sozial nachhaltig: Wir finden Wege der Effizienzsteigerung auf der einen und der Suffizienz auf der anderen Seite, aus denen sich ein neues, kooperatives Miteinander entwickelt: „Nutzen“ statt „Besitzen“ und eine neue Bewertung der Erwerbsarbeit im Verhältnis zu Gemeinwesenarbeit, Carearbeit oder der Eigenarbeit. Zufriedenheit anstelle von Wachstum als Zielrichtung unseres Handelns.

In „meinem“ Europa leben wir wieder viel stärker gemäß des Wahlspruchs der EU „in Vielfalt vereint“. Wir erkennen unsere Unterschiedlichkeit an und begreifen die Pluralität unserer europäischen Gesellschaften als Gewinn. Hier haben Diskriminierung und Nationalismus keine Chance.

 

Liebe GRÜNE in NRW, ich möchte Euch mein Wissen, meine Kraft, meine Erfahrung und meinen „Pulse of Europe“ an der Seite von Terry und Sven anbieten. Dafür bitte ich um Euer Votum.

Biografie

Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und komme aus dem KV Hochsauerland. Ich engagiere mich in der LAG Wirtschaft wie auch der AG Nachhaltigkeit der Heinrich Böll Stiftung NRW. In meiner Abschlussarbeit an der FH Dortmund (Angewandte Sozialwissenschaften) habe ich mich mit den Chancen und Grenzen der Gemeinwohl-Ökonomie als alternativem Wirtschaftssystem beschäftigt und halte Seminare und Workshops zum Thema. Ich studiere derzeit im Master „Soziale Nachhaltigkeit und demographischer Wandel“. Nebenbei imkere ich, baue Gemüse an und renoviere unser Fachwerkhaus mit ursprünglichen Materialien.

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